Montag, 31. Juli 2023

Guanajuato: Mumien, Geister, Hexen, Minen - San Miguel

31.07.2023 - Tag 12

08:15 Aufwachen. "Buenos dias, Emma." (Guten Morgen)
Emma arbeitet am Laptop (Computer) für eine anstehende Presentation.

8:20 Medis nehmen.

8:30 Emma macht Videoanruf mit Lisa (unsere gemeinsame Freundin aus Deutschland).

8:40 Duschen. Zähne putzen.

9:20 Wir verlassen das Zimmer.

9:40 in einem Hotel stellen wir unser Gepäck unter. Angebot: Tour durch Guanajuato 150 Pesos.

9:50 "Mercado Central" (zentraler Markt): von den Verkaufsständen pfeifen uns die Verkäuferinnen zu und winken mit ihren Menükarten.

9:55 wir sitzen an einem Essens-Stand. Emma beobachtet die Köchin, wie sie eine an der Wand vorbeihuschende "Cucaracha" zerquetscht.

10:30 In den Tourbus steigen.
Labyrinth aus Tunneln.

10:50 "Mirador" (Aussichtspunkt).
Guanajuato - Minenstadt: Silber, Gold, Kupfer, Mineralien, Edelsteine.

11:30 Museum (Geisterhaus).
12:15 Emma kauft buntes Esspapier (Oblaten).
Sieht schön aus. Schmeckt nach nichts.

12:30 Museum Inquisition (Folterwerkzeuge). Hexenverfolgung.

13:15 Fruchteis mit Chilipulver. Anders aber lecker.
Emma kauft sich einen Silberring mit mexikanischen Totenköpfen. Stilvoll.

13:45 Minenmuseum.
14:30 Warten am Bus.

15:30 zurück im Zentrum.

16:00 im Café: Emma bestellt unsere Bustickets nach San Miguel de Allende während wir auf Kaffee, Bier, Gemüsepizza & Obstsalat warten.
17:10 Gepäck abholen.

17:25 Bus zum Busbahnhof.

18:10 Bus nach San Miguel de Allende.
Emma und ich besprechen den Reiseplan für die nächsten Tage.

19:55 Ankunft Busbahnhof "San Miguel de Allende"

20:10 Uber zur Unterkunft.
Duschen. Bügeln. Anziehen.

21:00 Durch das Zentrum laufen.

21:30 "Cantina" (Kneipe). Bier trinken. Emma wählt für 10 Pesos am Musikspieler 3 Lieder aus.
Emma singt lauthals die Lieder mit. Eben so die ca 50 Jährigen Mexikanerinnen, die uns anfunkeln.

22:30 Wir laufen durch das Zentrum auf der Suche nach weiteren Bars. Auf dem Zentralen Platz spielen die "Mariachis" (Musikgruppen) noch ein letztes Lied.

23:00 Die Bars schließen.

23:15 Buntes Esspapier essen. Blog schreiben.

00:00 Medis. Zähne putzen. Schlafen.

Sonntag, 30. Juli 2023

Guadalajara - Guanajuato

09:00 Medis nehmen.

09:20 "Buenos dias" Sofi und Emma. Zähne putzen.

09:40 Kaffee. Nico. Carlos.
10:20 Sofi verabschiedet sich.
10:30 Wir fahren Uber zum Zentrum. Zum Restaurant gehen. Emma empfiehlt mir Essen& Trinken.
12:20 Emma hat Bauchschmerzen.
15:00 Uber zum Busbahnhof.
15:40 Ankunft.
16:00 Bus nach Guanajuato.
20:40 Ankunft. Mit 40 min Verspätung. Bis zum Ortskern sind es 4 km Luftlinie.

20:55 Ein Holländer in unserem Alter spricht uns an. Wir könnten ein Taxi teilen. Der Bus kommt bevor wir ein Taxi finden.

21:00 Bus Richtung Zentrum. Holzklasse. Gefühlt Fahrt ohne Stoßdämpfer. Durch Tunnel und Unterführungen.

21:30 Ausstieg am Marktplatz. Hier sind wir wohl eher unter dem Marktplatz, denn über uns ist Mauerwerk. Eine schmale Treppe führt nach oben. Wir sind mitten in der Stadt.
22:00 wir erreichen unsere "AirB&B"- Unterkunft (über das Internet gefundene Übernachtungsmöglichkeiten). Ein Zimmer für 2 Personen für 600 Pesos. Sieht romantisch aus.

22:10 Wir suchen Gemüse. Selbst in Mexiko ist Sonntag nach 22 Uhr nicht die beste Zeit um Gemüse zu kaufen.

22:35 Bar. Angebot 6 Bier + 3 Mezcal + Ceviche (Taco mit Fischsalat) für 200 Pesos. Hübsche Barfrau. Emma gibt mir Flirttipps.

0:00 Bar schließt.

0:20 Zurück in der Unterkunft.

0:25 Zähne putzen. Medis nehmen. Schlafen.

Samstag, 29. Juli 2023

Ciudad de Mexico nach Guadalajara - Grillen auf dem Dach

29.07.2023 - Tag 10

Ciudad de Mexico
00:01 Verärgert und traurig laufe ich zu dem Busbahnhof, wo ich vor ungefähr 8h ausgestiegen bin.
Der Weg ist im Dunkeln gut von Straßenlampen beleuchtet. Man solle aufpassen nach Sonnenuntergang in Mexiko-Stadt. Außer das mit jemand hinter ruft, ist nichts passiert.

01:15 Ich frage mich am Busbahnhof an den besetzten Verkaufstresen, der unterschiedlichen Busgesellschaften: wann ein Bus nach Guadalajara abfährt & wieviel ein Ticket kostet. Der Früheste geht um 4:00, kostet aber 1350 Pesos. Die anderen fahren frühestens um 6:00 & kosten 1070 Pesos. Kaufen. Emma informieren.

2:30 So hab ich mir das nicht vorgestellt. Medis nehmen. Ich bekomme das mit der Einnahme nach Vorgabe des Arztes unter diesen Umständen hier auf der Reise nicht hin. Ich hoffe nur, dass mein Ohr trotzdem bald wieder fit ist.

3:20 Ich friere. Entweder Müdigkeit oder und der Temperaturunterschied zu den vergangenen Tagen.
Die Busbahnhofmitarbeitenden sind damit beschäftigt die liegenden Menschen im Wartebereich zu wecken, sie sollen sitzen.
Ich versuche mit Buch lesen wach zu bleiben.

4:00 meine Augen fallen immer wieder zu.
Ich stelle mir einen Wecker.

5:40 Sicherheitskontrolle ähnlich wie am Flughafen.

6:00 Bus mit Schlafsitzen. Schlafen.

11:45 Aufgewacht. Mediennutzung.

12:45 Busbahnhof Guadalajara. Emma kann mich nicht abholen. Er empfiehlt mir Uber (ähnlich wie ein Taxi) zu nutzen.
13:10 Uber.
13:55 Ankunft bei Emma. Begrüßung. Er hat eine tolle Wohnung im 6. Stock mit Wachmann & Aufzug.

Emma ist 29, arbeitet als Informatiker bei einer Schule.

Nico und Carlos kennen gelernt. Sie sind Emmas Mitbewohner.

Nico arbeitet als Programmierer und mag Einhörner.

Wäsche waschen.
Duschen. Endlich.

14:20 Sofi kennen gelernt.
Sie holt uns erstmal ein Bier.

Sofi ist Englisch-Lehrerin

Bier kaufen mit Sofi & Carlos.

Wäsche aufhängen.

18:00 "Parilla" (Grillen) auf dem Dach.
Emma bereitet einen Getränkekühler vor: aufblasbares Schwimmbecken + 15L Eiswürfel+ Wasser aus dem Gartenschlauch. Getränke hinein. Wenn kalt sich befienen. Genießen.

Diego kennen gelernt.

Diego ist Apotheker & mag es Dinge zu sich zu nehmen, die in seinen Körper einen gewünschte Effekt erzeugen.

Quatschen. Lachen. Essen. Trinken. Musik. Tanzen.
22:50 Letztes Getränk: blauer Energy-Drink mit Vodka.
23:00 Ich verabschiede mich von allen.
23:30 Medis nehmen.
Schlafen.



Freitag, 28. Juli 2023

Bus nach und ich in Ciudad de Mexico

28.07.2023 - Tag 9

00:45 Villa Hermosa. Busbahnhof. Licht an. Ich werde wach. Der Busfahrer bittet alle Fahrgäste auszusteigen, weil der Toilettentank geleert wird. Ich torkele schlaftrunken als Letzter aus dem Bus. Bus fährt weg. Hier ist ein geschäftiges Treiben am, in und um die Wartehalle.

01:15 Bus kommt zurück. Wiedereinstieg. Weiter geht's. Medis nehmen. Augen zu.

02:30 Passkontrolle (2).

04:15 Passkontrolle (3).

06:30 Busbahnhof (irgendwo).

07:00 Ich kann nicht mehr schlafen.

08:00 Bus hält für 25min zum Essen & Trinken kaufen. Für 45 Pesos hole ich mir 1,5L Wasser und eine Birne.

9:00 Medis. Filme. Podcast.

10:00 Berge mit Schnee.
11:00 Hochland.

12:45 Ciudad de Mexico (Mexiko-Stadt) liegt auf über 2200m (müNN).

13:40 Busstation Tapo. Ich könnte auch schon hier aussteigen aber ich weiß nicht, ob das für mich kürzer ist bis zur Haltestelle, wo der Bus nach Guadalajara abfährt. Mit dem kostenlosen WIFI (Internet) von der Busstation gehe ich auf die Internetseite meines mexikanischen SIM-Karten-Anbieters und lade neues Datenvolumen auf.

14:20 Busstation Norte. Ausstieg.
Gepäck holen. Umpacken. Aufsatteln. Route wählen und dieser Folgen. Hier sind es deutlich mildere Temperaturen: 17°C.
Ich gehe durch eine der 10 größten Städte der Welt. Fühlt sich nicht unbedingt so an. Außer das die Fahrbahnen hier sehr viele & verwirrend sind.
16:30 Ankunft an der Adresse, wo angeblich der Bus nach Guadalajara abfahren soll. Außer das die Stadtbusse hier ohne Halt vorbei fahren, sieht das hier wenig so aus.
Das Gepäck drückt ordentlich auf den Schultern. Ich setze mich auf eine Sitzgelegenheiten unter einen Baum.
Ich bin durchgeschwitzt vom Lasten tragen.
Erstmal was Essen & Trinken.

17:30 Da ich noch viel Zeit hab bis der Bus abfährt, beschließe ich Richtung Innenstadt zu gehen.
Mir gefällt die Mischung aus alt ehrwürdeigen Gemäuern, allerlei Geschäften, Müll, Blechhütten, stättischen Grünflächen, Parkanlagen, Musik, Menschenmengen, Autolärm, unterschiedlichster Gerüche ...

18:30 Auf Empfehlung von Emma (Emanuel, mein mexikanischer Freund, den ich in Guadalajara besuchen werde), bestelle ich an einem Straßenimbiss "Taco al Pastor" (mexikanischer Mini-Döner) für 20 Pesos. Der Verkäufer sagt, wenn es mir nicht schmeckt, bekomme ich mein Geld zurück. Ich bezahle.
18:50 Da ich noch einen Toilettengang zu erledigen habe & mein Gepäck absetzen möchte, finde ich ein erschwingliches mexikanisches Restaurant. Ich bestelle "Molletes con frijoles, queso y Salsa" (Brötchen mit Bohnenmus + Käse + Soße/ kleiner würziger Salat) "Indio"-Bier = 180 Pesos.

20:30 ich verlasse das Lokal & schlendere durch die noch immer sehr belebten Straßen Richtung der vermeintlichen Bushaltestelle.

21:30 ich setze mich in ein nahe gelegenes Café und bestelle 1L frisch gemixten Papaya-Saft.

23:00 ich bezahle 90 Pesos & gehe zur Adresse, wo der Bus halten soll.

23:08 Außer das hier gerade am Kreisel jemand angefahren wurde, dem die Polizei hoch hilft, er äußerlich keine Verletzungen hat & nur schnell weg will, passiert hier bis 00:00 nichts, was für mich auf meinen Bus hinweist.
So war das nicht geplant.

Fortsetzung folgt am nächsten Tag.

Donnerstag, 27. Juli 2023

Bus von Bacalar über Chetumal, Richtung Ciudad de Mexico

27.07.2023 - Tag 8

9:00 Ich kann nicht mehr schlafen.

9:45 Zähne putzen. Toilettengang. Duschen. Anziehen.

10:10 Hostel-Frühstück: 2 Toast mit Erdbeermarmelade + löslicher Kaffee mit Zucker.

10:40 Motorroller zurück bringen. Die Videoaufnahmen werden gecheckt, ob ich bezahlt habe.

11:00 Hostel von Max. Schlüsselübgabe. Abschied.

11:30 Hostel. Gepäck schnappen.

11:50 Busstation Bacalar.

12:00 Bus nach Chetumal.

12:55 Ankunft Busbahnhof Chetumal.

15:00 Mich packt der Leichtsinn. Ich brauche noch Reiseproviant. In der Wartehalle sieht es seit 2h vertrauenwürdig aus. Ich lasse mein Gepäck zurück und laufe 500m zum nächsten Supermarkt. Aus der auf 20°C klimatisierten Wartehalle raus in das 32°C aufgewärmte Chetumal.

15:10 Riesige Regalreihen sind bis unter das Dach gefüllt. 3x Apfel, 3x Möhre, 2x Erdnusspackung.

15:30 zurück in der Wartehalle. Offenbar ist mit meinem Gepäck nichts passiert.

16:00 Gepäck aufgeben nach Mexico Norte.

16:15 Mein Bus wird aufgerufen.

16:20 Einstieg. Ich richte mich auf meinem Platz ein.

16:30 Abfahrt. Das Internet im Bus kostet Geld. Über die Bildschirme im Bus laufen Filme auf Spanisch. Ich versuche einen Hotspot vom Handy einzurichten, damit ich auf dem Laptop Internet habe.

Die Klimaanlage kühlt den Bus auf 18 - 20°C ab. Vorausschauend habe ich lange Hose, Strümpfe und Pullover angezogen.

16:50 Das Internet bricht ab.

17:00 Essen: Möhre, Nüsse, Avocado, Tortilla-Chips, Syrup-Wasser-Mischung.
Ich höre Podcast. Mit den Augen schaue ich die Filme.

22:00 Ich bin schläfrig. Augen zu.

23:45 Licht an. Ich werde geweckt von einer Frau von der Passkontrolle. Sie macht Fotos von meinem Pass und meinem Pass und mir gemeinsam.
Licht aus. Schlafen.

Mittwoch, 26. Juli 2023

Krokodilsuche, Motorroller-Rodeo & fast die Ruinen von Dzibanche

26.07.2023 - Tag 7

8:00 Medikamente nehmen. Die Ohrtropfen brennen. Die Jungs sind alle aus ihren Betten schon weg. Die Mädels liegen noch im Bett. Ich ruhe mich noch etwas im Bett aus.

8:30 Toilettengang.

9:30 Duschen. Zähne putzen.

10:00 Frühstück: Apfel, Möhre & Reissyrup mit Kokosgeschmack in Wasser aufgelöst.

10:30 Die Besitzerin des Hostels verabschiedet sich & lässt uns zurück. Aus-checken mal anders.

11:00 Am anderen Hostel in Bacalar angekommen. Gepäck lagern. Bett für 1 Nacht bezahlen. 180 Pesos.

11:15 Eintritt zum Ökopark Bacalar. 20 Pesos. Warnhinweis zwecks Krokodilsichtung: einfach Bescheid sagen, wenn man was Verdächtiges sieht.

Ich gehe den Steg entlang. Rundweg. Mir kommt der Vergleich in den Kopf: Baumkronenpfad auf mexikanisch. 

Hier liegt überall ganz schön viel Müll. 4 Marine-Mitarbriter stolzieren über den Steg. Ob die ein Krokodil gesichtet haben?

12:30 Erster Motorroller-Verleih. 1 Tag würde 600 Pesos kosten. Aber ich dürfte nur in einem Radius von 20 km um Bacalar damit fahren. "No, gracias." = Nein Danke.

12:45 Ich halte ein Taxi an und frage den Fahrer, wie viel es kosten würde, wenn er mich hin und zurück zu Ruinen in der Nähe fährt: 1800 Pesos. "No, gracias."
13:00 Zweiter Motorroller-Verleih. 550 Pesos. Ich kann fahren, wohin ich will. Der Besitzer des Ladens heißt Gabriel und bietet mir Früchte an, die wie Mini-Limetten am Zweig aussehen. Man beißt rein um die Schale zu brechen. Innen ist ein Fruchtkörper ähnlich einer Litschi. Aussaugen und den Kern ausspucken. Schmeckt fruchtig saur erfrischend. Bei der Routenplanung für meinen Ruinentripp hilft der Laden-Mitarbeiter Pedro. Es ist eine Distanz von ca 87km. Der Roller schafft bei vollem Tank ca 100km. Es gibt nur eine Tankstelle auf der Strecke, bzw. muss ich einen Umweg fahren um zu tanken. Daher empfehlen mir die beiden einen 10L Benzinkanister mitzunehmen. Den müsste ich mir im Baumarkt 100m entfernt kaufen.
Auf den Roller. Fertig los. Mir ist mulmig. Vorsichtig fahre ich die Einbahnstraßen entlang.

13:20 Im 1.Baumarkt haben sie nur 5L oder 20L- Kanister. Ich glaube, das Eine ist zu klein, das Andere zu groß.

13:30 Im 2.Baumarkt das Selbe. Der Besitzer bietet einen 5L Ölkanister an (leer mit Restöl, dass ich an der Tankstelle mit Benzin ausspülen solle) für 10 Pesos . Nehme ich (bevor ich noch ewig suche).
Der Kanister passt perfekt in den Stauraum unter der Sitzfläche.
13:45 Wasserflasche 1,2L für 17Pesos kaufen (in der Apotheke).
Ab auf den Highway. Ich solle mich so weit, wie möglich rechts halten, da die LKWs und anderen Fahrzeuge wenig auf mich Rücksicht nehmen würden.

60km/h fühlen sich wie 100km/h an. Es ist aufregend. Jetzt verstehe ich, warum die meisten Freunde aus meiner Heimat mit 16Jahren den Motorradführerschein machten ihr Moped immer fahrbereit hielten. Gefühlt hatten sie so einen Fahrriemen, dass sie in jeder freien Minute damit umher gefahren sind.

Die Sonne brennt unerbittlich. Ich versuche stündlich Sonnenschutz aufzutragen.

Ich hab mich verfahren. Abfahrt verpasst. Ich wende auf mexikanisch: auf den Standstreifen fahren. Auf freie Bahn warten. Die Straße überqueren. Die Stelle, an der die eine Leitplanke endet & die andere beginnt, durchfahren und schon ist man auf dem Weg Richtung Abfahrt.

Die LKWs stinken, weil beim Bremsvorgang der Abrieb vom Reifen eine deutliche Spur und Rauchentwicklung erzeugt.
Reste von geplatzten Reifen auf der Straße.
Kopfkino: Mir fliegt ein LKW-Reifen um die Ohren (passiert nicht).
Alle 2km Baustellen: Mexiko's Maya-Zugstrecke "Tren Maya" von West nach Ost.
In Ortschaften und Baustellenabschnitten: Bodenwellen, die man mit 40km/h nehmen könne, hauen mich fast aus dem Sattel.

Ich beobachte mit mulmigem Gefühl die Tankanzeige. Ich bin nur noch bei 15%. Ich hab keine Ahnung, ob das reicht um bis zur Tanke zu kommen. Ich kann ebenso nicht einschätzen, wie weit es noch ist.
15:15 ich erreiche die Tankstelle. Ich werde von einer Mexikanerin bedient, die mir die Tanks füllt, bis es überläuft. 175 Pesos.
Den Kanister zumachen und ins Fach räumen. Keine gute Idee. Der Deckel ist nicht so dicht, wie ich dachte. Es ergießen sich ca 200ml in den Stauraum. Mist. Ärgerlich. Egal. Da muss ich durch. Kanister auf den Fußstand zwischen die Beine gestellt & weiter geht's.
Schlaglöcher so groß, dass ich mich darin verstecken könnte, entdecke ich viel zu spät. Ein heftiger Schlag. Es hätte mich fast erwischt. Anscheinend meinen es die Götter der Maya oder Azteken in Mexiko gut mit mir. Ich fahre langsamer und Versuche zu erspähen, wann das nächste Loch auf mich zu kommt.
Die Straße wird von Asphalt zu einer Schotterpiste. Ich fahre langsam, werde dann wieder mutiger. Das wird mit heftigen Sattelhüpfen durch das nächste Schlagloch bestraft.

Eine kleine Regenschauer: abkühlend, schmerzhaft (wie Hagel peitschen die Wassertropfen auf meine Haut). Die Sonne und der Fahrtwind machen mich wieder trocken.

16:20 Ich erreiche den Ticketverkaufsstand von den Ruinen Dzibanche. Der Verkäufer sagt, er könne mich nicht mehr rein lassen, da um 17:00 das Museum schließt und man zur Besichtigung mindestens 1,5h braucht. Lediglich die Ruine Kinichná würde ich schaffen. Ich bezahle 75Pesos.

Ich ärgere mich und bin traurig. Wieso machen die so früh zu und wieso bin ich nicht schon früher los gekommen. In meinem Kopf kalkuliere ich, ob ich den Tripp morgen vor der Busfahrt um 12:00 nochmal schaffen könnte. Das ist mehr Stress als alles andere. Ich akzeptiere die Situation. Tief durchatmen. Es wird besser. Weg ist das Gefühl davon noch nicht ganz.

2km fahren. Der nächste Freilandmuseumsmitarbeiter begrüßt mich, in dem er einerseits mein "Boletto" (Eintrittskarte) und andererseits die Registrierung in einer Besucherliste fordert.
50m laufen. Ich bin allein hier. Dort etwas unscheinbar ein ca 30m hoher Hügel im dicht bewachsenen Wald. Es sind steile steinerne Stufen, die eine Pyramide formen. Die Symbiose aus Gebäude und Wiedereinverleibung durch die Natur ist magisch. Schnell ein paar Fotos schießen.
Hoch klettern. Oben angekommen mache ich eine Beobachtung: da zieht sich eine schlängelnde Linie durch das Mauerwerk. Was das wohl zu bedeuten hat.
Ich sehe das unten am Fuße der Ruine der nette Herr wartet, der anscheinend gleich Feierabend macht. Da ich mich beeilen muss fotografiere ich die Infotafeln. Unten angekommen, frage ich den "Señor" (Herrn) wo die Infotafel A ist (B und C habe ich fotografiert). Er erklärt mir etwas, bleibt mir aber die Antwort schuldig. Naja.

17:00 Ich überlege, ob ich versuche unerlaubt die Ruine von Dzibanche zu betreten. Mein Gewissen hält mich davon ab.
Rückweg mit dem Roller antreten. Das gleiche Spiel nur umgekehrt.

18:30 Ich fülle an der Tankstelle zunächst mit meinem Reservekanister den Tank auf. Der ist nach 2,5L bereits wieder gefüllt. OK. Das sollte bis zurück nach Bacalar reichen.

19:00 am Himmel braut sich was zusammen. Ich beschließe in einer Ortschaft unter einem freizugänglichen Basketballfeld mit Überdachung zu warten, bis das Schlimmste vorüber ist. Ich esse meine Snacks (frietiert oder und getrocknete Kochbananen-Chips), Apfel, Birne.
Während es schüttet, wie aus Eimern, Blitze über den Himmel zucken, Donner die Luft zum viebrieren bringt, spielen eine Gruppe Jugendlicher jolend Fußball auf dem Spielfeld.
19:30 Es nieselt nur noch. Ich beschließe weiter zu fahren.

20:30 Zurück in Bacalar drehe ich eine Runde durch den Ort entlang der Küstenstraße & des zentralen Platzes.
Max schreibt mir, er sei in Bacalar angekommen und habe meinen Schlüssel dabei. Später gehe er auf eine Party, wo wir uns treffen könnten.

20:45 Im Hostel zeigt mir "George" (Englisch ausgesprochen) mein Bett und das Bad.
Jason kennen gelernt. Wir beschließen gemeinsam was Essen zu gehen.
Wir laufen durch das Zentrum auf der Suche nach etwa essbaren, dass uns beiden zusagt.
Wir enden in einer Pizzeria am zentralen Platz.
Jason ist 32, kommt aus England, reist seit 4 Monaten, hat 3 Monate davon in Guatemala verbracht um nachhaltige Landwirtschaft zu lernen.
Bier trinken. Pizza essen (bis auf den laschen Käse schmeckt es sehr gut).

23:30 Hostel. Duschen. Total klebrige Haut & Haare. Ich fühle mich unwohl.
Jason möchte im Hostel bleiben.

00:15 Eintritt im "Yak" (ein Party-Hostel) kostet 125 Pesos.
Max und Felix tanzen mit 2 Latinas und einer Belgierin. Bier trinken. Alle tanzen.
Nidija kennen gelernt.
Nidija ist 30, kommt aus Mexiko, lebt in Ciudad de Mexico, ist Ingenieurin und arbeitet im Textilfarbenimport.
Wir tanzen. Nidija zeigt mir Tanzschritte. Ich folge. Sie ist zufrieden. Ich bin durchgeschwitzt.
Gefühlt verschwinden hier nach und nach Leute von der Party (wahrscheinlich haben sich einige zur Paarung verabredet).

02:00 Party vorbei. Sanfter "Rausschmiss". Wir verabschieden uns von Nidija und ihrer Freundin.
Max & ich laufen durch die Straßen & treffen auf eine Gruppe Jungs mit Motorrädern, Plastikstühlen und Bierdosen. Max fragt sie nach ihren Motorrädern. Sie bieten uns Bier an.
Wir unterhalten uns mit einer wilden Mischung aus Englisch und Spanisch. Viel Lachen und derbe Witze.

02:45 Ich verabschiede mich von Max.

03:00 Im Hostelzimmer ist Jasons Freundin Jasmin vor 1h angekommen. Zähne putzen. Wir reden kurz und gehen dann alle ins Bett.

03:15 Schlafen.

Dienstag, 25. Juli 2023

Laguna Bacalar - Cenote Azul

25.07.2023 - Tag 6

8:00 Wecker klingelt. Medis für Ohr nehmen.

9:00 Bad. Bus buchen.

10:00 Laufen. Müll. Verwüstung. Zum Ortskern wird es merklich weniger.

10:15 Einkauf: Obst.
Mangosauerei im Laufschritt. Bin vollgekleckert.

10:30 Fort Filipe.
10:40 Laguna Bacalar.

3km laufen. Küstenstraße. Hotelanlage an Privatzugang zur Lagune. Leguan auf Mauer.


11:30 Cenote Azul. Füße baden. Schwimmen.
Bloggen. Obst essen: Mango + Apfel.

14:30 Highway laufen. Gefahr. (Mini-Vogel-) Spinne gesehen. Erschreckt.

16:00 Im "Oxxo"-Supermarkt das online-Busticket bezahlen. Mulmig. Klappt.

17:00 Öffentlicher Badebereich von Bacalar. Lagune.
Füsse im Wasser. Lesen: Roman.
 
19:00 Bereich schließt.
 
19:15 Einkauf: für Guacamole mit Tortilla-Chips: Avocado, Limette, Tortillachips, zusätzlich Äpfel, Möhren, Reis-Kokus-Syrup (für typisches Getränk, dass mit Wasser gemischt wird).
 
19:35 Umzug durch die Strasse.
 
 
19:45 Hostel. Guacamole machen. Essen. Möhre. Getränk (Reis-Kokos-Syrup-Schorle). Lecker.

20:30 Auf der Liege am Hostelpool entspannen.

22:00 Klima-Anlage im Zimmer geht an. Im Bett entspannen. Bloggen.

00:00 Medis nehmen. Ohr macht bei den Tropfen weiter Aua. Zähneputzen. Schlafen.
 
 



Montag, 24. Juli 2023

Ohr beim Arzt, auf Wäsche warten & ab nach Bacalar

24.07.2023 -  Tag 5

7:00 Mein linkes Ohr: es drückt und gluckert. Manchmal schmerzt es. Ich versuche so sanft wie möglich mit Toilettenpapier darin sauber zu machen, in der Hoffnung, dass es die Verstopfung löst.

8:00 Hostel in Bacalar buchen.

9:30 Aufstehen. Duschen. Zähne putzen.

10:30 Ich wünsche Max viel Spaß beim Tauchen und wir sagen uns gegenseitig eine gute Reise, da ich nicht weiß ob Max zurück ist bevor ich losfahre.

11:00 Ich sitze beim Arzt und komme nach 10 min an die Reihe. Er schaut in meine beiden Ohren und sagt, was los ist. Entzündung um das und Bluterguss hinter dem Trommelfell. Das kommt wohl öfter vor beim Tauchen, da das Trommelfell dem steigenden Wasserdruck nachgibt. Als Behandlung schreibt er 4 Medikamente auf: Ohrentropfen, Paracetamol, Antibiotika und (Mhm, vergessen). Das Arztgespräch kostet 1000 Pesos. In der Pharmacia gibt es die ganzen Medikamente für 1540 Pesos. Hoffentlich erstattet mir die Auslandskrankenversicherung das.

11:50 Ich treffe Victor auf dem Hosteldach. Medikamente nehmen.

13:00 online einen Bus nach Bacalar buchen. 433 Pesos.

13:10 Essen bei "Dona Paula" für 85 Pesos: Vorsuppe, Getränk (Wassermelonensaft), Tacos, Reis, Schweinefleisch, Bohnenmus. Ich probiere alle scharfen Soßen durch.

14:00 Ich suche meinen Schlüssel vom Vorhängeschloss.

15:00 Wäsche von der "Lavandaria" abholen. 100 Pesos.

15:10 Videoanruf von meinem Patenkind Titus mit meiner Schwester Theresia. Bei ihnen ist es schon 22:10. 

16:00 Max zurück vom Tauchen.

17:00 Ich verabschiede mich von Max, Felix & Victor.

17:35 Bus nach Bacalar.

22:00 Ankunft in Bacalar. 15 min Verspätung. Es ist dunkel. An den Straßen ist noch Licht & Gewusel. Ich laufe zum Hostel.
22:15 Ankunft im Hostel. Dort sitzen einige noch in der offenen Gartenküche, reden & essen ihr Gekochtes. Dazwischen 2 Hunde, die der Hostelbesitzerin gehören. Als eine "Cucaracha" (Küchenschabe) auftaucht schreien die Mädels auf. Ich versuche sie zu fangen. Sie ist schneller als ich erwartet habe & flüchtet sich in den Garten.
Tanja & Mayo kennengelernt.

Tanja kommt aus Deutschland, wohnt in Bayern, reist seit 3 Monaten durch Mexiko, sie ist Lehrerin und unterrichtet Deutsch als Fremdsprache in Deutschland. 

Mayo kommt aus Argentinien, sie ist eine Astrologin & Holistin, sie reist seit 1,2 Jahren.

Mayo hat den größeren Hund Carlos genannt (weil er King Charles ähnlich sieht) und Tanja hat den kleineren Hund Chu-chu  getauft (ich dachte erst wegen Chubaka aus StarWars doch dann stellt sich heraus, dass der Hund seinen Namen aussprechen kann).

00:00 ins Bett.

Sonntag, 23. Juli 2023

Auf Tauchgang am Korallenriff

24.07.2023 - Tag 5

08:00 Ich kann nicht mehr schlafen.

08:45 Duschen. Zähne putzen.

09:00 Ich bringe meine Wäsche zu einer Wäscherei.

10:00 Ich sehe Max. Er gibt mir nochmal Tipps fürs Tauchen.

10:15 Humann holt mich mit seinem Toyota Pickup ab.

Humann ist in Deutschland aufgewachsen, seine Eltern kommen aus dem Iran. Humann hat soziale Arbeit studiert und als solcher auch in Deutschland gearbeitet. Er lebt seit 3 Jahren in Mexiko. Hat seit 1 Jahr seine eigene Tauchschule eröffnet. Und taucht seit 2012.

Wir fahren zu einer Hotelanlage, bei der Humann den Pool für Übungszwecke nutzen kann.

Als mein Tauchlehrer erklärt er mir, was ich wissen muss: Handzeichen. Equipment anlegen & benutzen. Notfallübungen. Bereit.

11:45 Da wir noch Zeit haben bis das Boot ablegt, gehen wir was essen. "Chiquilas verde" mit Rührei, dazu Orangensaft.

12:30 Equipment anlegen. Ins Boot steigen. Im Boot sind bereits unsere Sauerstoffflaschen geladen. Wir fahren ca 1 km weit von der Küste weg. Humann verbindet Flasche & Schläuche. Ich lege meine Ausrüstung an. Wir lassen uns rückwärts ins Wasser fallen. An einer gerade ausgeworfen Boje mit Gewicht tauchen wir das Seil entlang nach unten. Ich habe Ohrenschmerzen. Signal an Humann. Humann wartet. Gibt mir Signal zum Druckausgleich. Signal OK? OK! Weiter tauchen. So geht es gefühlt alle 10 Sekunden.

Unten angekommen treibe ich wie ein toter Fisch im Wasser. Es fällt mir schwer die Körperspannung zu halten, das Gleichgewicht zu finden & Floßenschläge zu machen. Weil Humann das merkt, schleppt er mich ab: das heißt er hält mich am Tankbehälter fest & zieht mich durchs Wasser. Für mich fühlt sich das alles wie ein surealer Film an: es geht vor bei & entlang am Riff mit Korallen, Seeigeln, Fischen aller Farben, Muster & Größen, Krebse, Stachelrochen.

Entlang der karibischen Küste von im Südosten von Mexiko erstreckt sich über das 2.größte Riff der Welt.

Regelmäßig checkt Humann ob bei mir alles ok ist. Ich signalisiere ihm entweder Schwierigkeiten Ohr, links, rechts, oder OK. Humann korrigiert mit sanften Druck meine Körperhaltung & zeigt auf Sehenswertes Unterwasser. Nach 35 min beginnen wir mit dem Auftauchen. Das leitet Humann mit einer Rettungsboje ein: Ein neonorangfarbener Schlauchsack, den er mit Sauerstoff aus seiner Flasche befüllt, dann lässt er das Ganze am Seil nach oben treiben. Als er merkt, dass die Boje oben angekommen ist, beginnen wir aufzutauchen. Auch hier wieder Schwierigkeiten Ohr, Druckausgleich, durch die Nase ausatmen. Bevor wir komplett auftauchen signalisiert Humanns Uhr, dass wir 3 min Pause machen müssen, damit unser Körper sich durch den Aufstieg nicht verletzt. An der Wasseroberfläche angekommen kommt allerhand Rotz aus meiner Nase. Das Boot hat unsere Boje gesehen & wartet in ca 20m auf uns. Mit Floßenschlägen bewegen wir uns rückwärts zum Boot.

Im Boot gibt es Wasser zum Trinken & einen kleinen süßen Snack.

Humann teilt seine Beobachtung mit mir. Ich wäre wie ein Klappmesser halb geöffnet Unterwasser getrieben. Tipps vom Lehrer: Stattdessen Hohlkreuz machen, Beine lang und aus der Hüfte die Beine bewegen um Floßenschlägen auszuführen. Zur Stabilisierung die Hände anfassen, mit den Armen ein "O" bilden und zur Stirn führen.

Und schon geht es zum 2. Tauchgang. Unten angekommen, Versuche ich die. Hinweise von Humann umzusetzen.

Wenn ich lang einatme kippt mein Oberkörper nach oben. Beim lang ausatmen nach unten.

Dieses Mal tauchen ich meinem Lehrer wie ein Schatten hinterher.

Humann macht Videos von mir und der Umgebung.

Statue im Meer

Morene

Fischschwarm

Krebs in Muschel neben Plattfisch

Alles läuft nach Plan. Ich habe Spaß.

Glücklich aber etwas benommen kehre ich zum Ausgangspunkt zurück.

Humann sagt zu mir: "Entweder bin ich ein guter Lehrer oder du ein guter Schüler." Ich antworte: "Beides."

16:00 zurück im Hostel. Erstmal hinlegen. Boah,  mein linkes Ohr tut weh.

19:50 Felix und Max sitzen auf dem Hosteldach. Ich bringe ihnen Bier. Felix meint, meinem Ohr würde eine Ohrenkerze helfen.

20:20 In den "Pharmacias" (Apotheken) nach  Ohrenkerzen fragen. Dort die Hinweise auf Schmerzmitte, Alternative Heilkunde oder Arzt.

21:00 Dach. Victor kommt zur Runde dazu. Bier trinken. Mein Ohr nervt. Ich bin müde. Ich verabschiede mich ins Bett.

22:45 Schlafen.


Samstag, 22. Juli 2023

Cenotes Casa Tortuga

22.07.2023 - Tag 4

7:10 Aufstehen. 

7:40 Bus holt mich vom Treffpunkt "Coco Bongo" ab.

10:00 Ankunft Casa Tortuga
Badekleidung (Hose + tshirt weil man die Becken nicht mit Sonnencreme verunreigen soll) & Badelatschen an, Unterwasserkamera mitnehmen, Rucksack im Schließfach verstauen.

10:10 Schwimmweste an.
Auf zu den Cenotes: natürliche Süßwasserbecken die sowohl oberirdisch als auch unterirdisch als Höhle zugänglich sind. Darin schwimmen Fische.
4 Cenoten begangen.

11:45 Umziehen. Rumlaufen.

12:30 Buffet nach mexikanischer Art: Tacos mit verschiedenen Beilagen. Als Getränk gibt es weiß = süß milchiger Haferdrink, blau = Wasser mit Limette; rot = fruchtiges Zeug. Ich probiere alles mal.

15:00 Rückfahrt nach "Playa del Carmen"

16:00 zurück im Hostel.
Blog schreiben.

17:00 Bin mit Max auf dem Hosteldach.
Dort ist Wolf & trainiert mit seinen selbstgebauten Übungsmaterialien.
Wolf ist selbständig, reist seit mehreren Jahren, beschreibt sich selbst als Künstler. Er erzählt von Projekten, die er bereits umgesetzt hat & die er noch umsetzen möchte.

17:45 Wolf, Max & ich gehen zum Strand. An der Küste entlang. Wir werden nass bis zur Hüfte, da die Wellen so hoch schwappen während wir an den Häusern vorbei gehen, die bis ins Wasser reichen. Wir treffen auf andere aus dem Hostel.
Victor kennengelernt.
Victor ist 40, kommt aus dem Norden von Mexiko, arbeitet als Spanischlehrer, hauptsächlich online.
Max & ich gehen Bier kaufen & bringen es zu den anderen. Bier trinken.

21:30 Victor geht mit Max & mir zu einem günstigen Restaurant, wo eher nur die  Einheimischen essen.

22:30 zurück im Hostel auf dem Dach.
Lars & Marcela kommen mit an unseren Tisch.

00:45 Schlafen.

Freitag, 21. Juli 2023

Cancun - Playa del Carmen

21.07.2023 - Tag 3

11:00 Aufstehen. Max wecken.

11:45 aus checken im Hostel.
Mein Kreditkarten-Konto zeigt, dass ich gestern bei der Tequila-Bar 100€ ausgegeben habe. Das kann gar nicht sein. Als ich das dort reklamieren möchte, ist dort zu. Na toll.

12:01 Max checkt aus.

12:20 Wir laufen mit unserem Gepäck auf dem Rücken zur nächsten Bushaltestelle.
12 Pesos. Ein netter Mexikaner erkältet uns, wo wir aussteigen müssen.

12:40 wir laufen 10 min bis zum Busbahnhof.
Dort angekommen ist in der Wartehalle ein Durcheinander von Menschen & schrillen Durchsagen.
Zwei Männer bewachen den Zugang zu den Bussteigen.

13:00 während Max auf unser Gepäck aufpasst, gehe ich zu dem einen Wächter an der Tür, zeige ihm mein Ticket & frage, wann unser Bus aufgerufen wird. Erst winkt er wild, dass ich durchgehen soll. Dann eile ich zu Max, wir schnappen unser Zeug & rennen zur Tür, dann winkt der Türwächter ab. Unmittelbar danach kommt die Durchsage "Playa del Carmen".
Der Bus ist ein 18-Sitzer, akklimatisiert, neu.
Während der Fahrt fängt es zu regnen an: innerhalb von 5 Minuten steigt der Wasserpegel der Straße von ca 0 auf 15 cm. Nach 10 Min sind es sogar schon 30 bis 40 cm. Alle Fahrzeuge machen ihr Warnblinkanlage an.

14:30 Ankunft in Playa del Carmen.
Max & ich suchen ein Restaurant.

14:55 Borritos mit Rinderhack, Käse, Reis, rotes Bohnenmus essen. Bier trinken.
15:30 Check in im Hostel.
Chillen im Bett.

17:30 mit Max am Strand entlang gehen. Bier trinken.

19:30 Tour für morgen buchen: 4 Cenotes = 65$ US. Proviant für morgen einkaufen.

20:00 Hosteldach. Bier trinken. Karaoke. Singen.
Marcela kennengelernt.

Marcela kommt aus Mexiko Stadt, arbeitet "remote" (online von dort aus, wo man ist).

00:45 Schlafen legen.

Donnerstag, 20. Juli 2023

Von Badelatschen über Restaurantshow bis Tequila

20.07.2023 - Tag 2

9:00 Aufstehen.

9:30 Frühstück.

10:00 Badelatschen kaufen. Meine mexikanische Schuhgröße ist 27.

Verrücktes Hotelviertel anschauen. Auf der Straße laufen vergleidete Typen herum & bieten an, dass man mit ihnen Fotos macht. Zur Wahl stehen: "Die Maske"(Jim Carry) & Batman mit Bierbauch. 😂

12:00 Max & Alber an der Hostelbar getroffen.

Alber hilft mir die mexikanische SIM-Karte einzurichten.

Max & ich buchen online einen Bus nach Playa del Carmen für morgen.

13:00 Regen.

Alber, 30, in Kolumbien geboren, lebt seit er 3 Jahre alt ist mit seiner Familie in Spanien, arbeitet als Windradinstallateur.

16:00 Entspannen auf dem Zimmer.

18:30 Max & ich gehen Essen in einem Restaurant im Hotelviertel. Dort machen die Kellner eine Show für die Gäste: der eine Kellner stapelt die Getränke übereinander auf dem Kopf & serviert sie am Tisch, dann kommen vier Kellner die mexikanische Flaggen schwingend um die Tische gezogen & jeder Gast bekommt einen überdimensionierten Sombrero auf. Alles begleitet von etwas zu lauter Musik. Was für ein Spektakel.

20:30 Im Hostel-Pool wird Bierkrugstämmen gespielt. Wer hält den Behälter mit Wasser gefüllt am längsten am ausgestreckten Arm auf Schulterhöhe. Es gewinnt jedes Mal ein Mexikaner.

21:00 Im Hostel legt heute eine DJane auf: eine Travestie-Person im Barbie-Look. Beeindruckend.

Biert trinken. Kickern.

Itzka aus Tschechien stellt sich mir vor. Sie war gerade 4 Monate in Peru um dort ein Auslandssemester Tourismus zu studieren.

00:30 die Hotelbar schließt.

Ich gehe mit einigen anderen, die noch Lust haben, auf die andere Straßenseite zur Bar. Dort gibt es Tequila.

John, Bean & Emerald kennengelernt.

John lebt in der Schweiz, hat aber Lateinamerikanische Wurzeln.

Bean, 21, kommt aus den USA, männlich, im Einzelhandel tätig, bisexuell.

Emerald (Esmeralda) kommt aus USA, weiblich, hat lateinafrikanische Vorfahren.

02:40 verabschiede ich mich & gehe ins Bett.


Mittwoch, 19. Juli 2023

Cancun - Orientierung in der Touristenhölle

19.07.2023 - Tag 1 in Mexiko

9:00 aufstehen. Duschen, Zähneputzen. Anziehen.

Kaum gehe ich aus dem klimatisierten Zimmer trifft mich eine Wand aus hoher Luftfeuchtigkeit & Wärme. Es ist heiß. Ich schwitze.

9:30 Frühstück im Hostel: "Quesedia" (Käse in Teigfladen) mit pikanter Soße. Dazu einen Papaya-Saft.

10:30 Max aus Deutschland kennengelernt. Laufe mit Max Richtung Stadtmitte. Uns verbindet, das unsere Haut sich wenig begeistert von Sonne zeigt. Daher erstmal Sonnenschutz auflegen.

Max ist 31, unverheiratet, Abteilungsleiter in einem Online-Versand. Er will 3 Monate lang reisen.

Wir laufen vorbei an endlosen Hotelanlagen. Ich erschrecke mich hin und wieder weil im Gras neben dem Fußweg ein Leguan flüchtet.

12:00 Bier trinken am Fährenhafen zur "Isla mujeres" (Fraueninsel)

14:00 Wasserflasche und mexikanische SIM-Karte kaufen.

15:00 Tacos mit Schweifleisch essen im Einkaufszentrum "Puerta Marina Cancun" (Hafen von Cancun).

17:00 Bus Richtung Stadtmitte. Nach dem wir bereits 8 km gelaufen sind. 12 Pesos kostet die Fahrt. Der Busfahrer sagt uns, wo unser Ausstieg ist.

Dort angekommen reihen sich gefühlt 20 mal der selbe Laden mit Touristischen Souvenirs an einander. Wir vermuten, der Busfahrer hat hier Bekannte, die an unserem Anwesenheit potentiell verdienen können. Vor jedem Laden versuchen die InhaberInnen uns in selbigen zu locken: teils mit Angeboten, wie: einen Tequilla aufs Haus. Wir antworten: "No gracias." (Nein, Danke)

17:30 "Candado" = spanisch für Vorhängeschloss (für den Schrank im Hostelzimmer) kaufen. Der Laden, wo es das gibt, heißt genauso. Dort gibt es zu dem noch Werkzeuge und Baumaterialien.

Die Straßen sind hier nicht für Fußgänger gemacht: 40cm hohe Bordsteine, teilweise keine Fußwege, oder wenn dann nur sehr schmal.

18:00 Bus zurück zum Hostel. Wir haben es geschafft mit Hand heben den Bus anzuhalten. Während der Bus uns mitgenommen hat. und weiter an Haltestellen vorbei fährt, sehe ich mindestens 3 mal, dass Wartende die Hand heben und der Busfahrer trotzdem weiter fährt. Seltsam.

18:3 Blog schreiben im Hostelbett.

19:00 Daniel aus USA kennen gelernt.

20:00 Wasser und Snacks kaufen.

Mir ist aufgefallen, dass die meisten Mexikaner etwas fülliger sind. Das könnte an der Auswahl der Nahrungsmittel liegen. Obst und Gemüse finde ich  bisher in den Supermärkten eher selten. Selbst in den Restaurants sind Gerichte mit Gemüse wenig zu finden. Dafür übergroße Fleischportionen.

20:30 Live-Musik im Hostel zur Rocknacht hören und sehen.

21:00 Oli aus England kennen gelernt. Bier trinken. Kicker gespielt.

Oli ist 40, reist seit 1 Jahr durch Lateinamerika, ist von Beruf Zoologe und spezialisiert auf Wildkatzen. Er hat in den letzten Monaten einige in Natura aus nächster Nähe gesehen: Jaguar, Puma, Ozelot. Mutig.

22:00 Paco aus Mexiko-Stadt kennengelernt. Kicker gespielt. Bier getrunken.

Paco ist 50, Elektriker, unverheiratet, hat einen 14 Jahre alten Sohn.

00:00 Daniel hat heute Geburtstag. Ich gratuliere ihm. Er will feiern gehen. Ich sage ihm, dass wir das ein andern mal gern machen können. Er sagt, er ist die nächsten 3 Wochen in "Playa del Carmen". Ich sage ihm, dass ich ab Freitag auch dort bin.

01:00 Die Hostelbar schließt. Ich gehe ins Bett.


Dienstag, 18. Juli 2023

Hannover - London - Dallas - Cancun: Zwischen Unruhe und Geduld

18.07.2023 - Reisebeginn

Der Morgen startet zwar früh aber ohne Zwischenfälle: 5:00 Wecker klingelt. Fertig machen. 5:20 Strom und Wasser aus, Wohnung verlassen, mit den großen und kleinen Rucksack aufs Fahrrad schwingen. 5:44 Zug nach Hannover ... 7:06 Ankunft am Flughafen Hannover.

7:40 Gepäck aufgeben - erster Schock: Auf die Frage der freundlichen Fluggesellschaftsmitarbeiterin von British Airways (BA): "Haben sie ESTA?" antworte ich: "Nein!" BA:"Dann kommen sie nicht in die USA." Christoph:"Ich will auch nicht in die USA." BA:"Das brauchen sie auch bei Transfer über die USA und muss 72h vor Reiseantritt beantragt werden. Ich kann ihr Gepäck nur bis London verschicken." Christoph:"Ok."

In mir macht sich Unruhe breit. Ich suche mir eine ruhige Ecke und versuche via Handy den Antrag online zu stellen. Dauert 20 min, kostet 21 Dollar ($US).

Da ich nicht der einzige Reisende bin der in der Schlange für die Sicherheits-Kontrolle steht und das Bording schon um 8:20 startet kommt mir gegen 8:40 eine weitere Mitarbeiterin von BA entgegen: "Herr Mock, wir warten nur noch auf sie." Ich werde zum zweiten Mal unruhig. 8:51 sitze ich im Flieger und schon gehts los.

In London angekommen logge ich mich in das freie WIFI vom Flughafen ein. 9:30 Ortszeit (in Deutschland ist es schon 10:30) Bing - eine Email von ESTA - ihr Antragsstatus hat sich geändert: stattgegeben. Puh. Durchatmen. Gepäck neu einchecken und ab nach Dallas.

Der Flug dauert 10h. Die Zeit vertreibe ich mir mit dem kostenlosen Unterhaltungsprogramm: aktuelle Filme gucken, inklusive Essen und Trinken.

In Dallas dann die dritte Unruhe: der Flug verschiebt sich: erstens wird das Gate innerhalb von 20 min 3 mal geändert was einen Terminalwechsel zur Folge hatte, einen kostenlose Shuttle-Zug-Nutzung beinhaltete und ich die Distanz in 20 min zurückgelegt habe und zweitens wird die Ablfugszeit von ursprünglich 18:45 auf 19:40 verschoben, was noch ok wäre, wenn nicht auch noch, als dann alle im Flieger saßen, der Pilot mindestens 3 mal durchgesagt hat: "Wir können in 10 min starten, es fehlt nur noch das Flug-Catering und dann geht es los!", während auf der Rollbahn neben dem Flieger noch so ca 8 Koffer standen, deren BesitzerInnen sich lauthals beim Flugpersonal beschwerten, dass sie gefälligst ihr Gepäck in den Flieger packen sollten. Der Flugbegleiter entschuldigte sich und meinte, seine Kollegen von der Gepäckabfertigung hätten ihm gerade am Telefon gesagt, es gäbe bei den Gepäckstücken Sicherheitsbedenken.

Für mich wäre das alles nicht so schlimm, wenn ich nicht im Hinterkopf gehabt hätte: der letzte Bus vom Flughafen in Cancun nach Cancun Innenstadt fährt um 23:00. Die ursprüngliche Ankunftszeit wäre 21:45 gewesen. Mit Gepäck abholen habe ich 30 min eingeplant. Somit hätte ich das schaffen können aber die Ankunftszeit war am Ende um 23:00.

Ich hätte schon vor der Reise ein Shuttle zum Hostel für ca 30 € buchen können. Doch die "Hätte, hätte, Fahrradkette" hat nicht mitgespielt. Somit wurden es 90$US für ein Taxi.

Das hat mir dann gereicht für den ersten Tag. Ansonsten ist alles nach Plan gelaufen. Ich sehe es als wichitge Erfahrung an. Beim nächsten mal mache ich es anders.  

Samstag, 15. Juli 2023

Vor der Reise - Vorbereitung

Vorbereitung & Packliste

Reisepass

Wohnung: Strom & Wasser aus (außer Kühlschrank)

Planung der Route (nur Punkte, wo ich gern hin möchte)

Flug hin & zurück

Was kommt mit im Rucksack?

    1x Buch Reisetipps Lonely Planet Mexiko 

    1x Steckdosenadapter

    1x Sonnencreme LSF 50

    1x Regenjacke

    1x Strickjacke

    5x Schlüppis

    5x Strümpfe

    4x tshirts

    4x kurze Hose

    1x Laufschuhe

    1x Laufkleidung

    1x Sonnenbrille

    1x Schildmütze

    1x Laptop

    1x Handltuch

    1x Badehose

    1x Kulturbeutel

    6x Stoffbeutel

    4x Müllsäcke

    1x wasserdichte Action-Kamera mit Zubehör

    1x Trinkflasche

    1x Buch: T.C. Boile - Wassermusik

    1x Geldbörse (inklusive:)

        1x Kreditkarte

        1x EC-Karte

        1x Personalausweis

        1x Bargeld

    1x mobiles Kartenlesegerät (TAN-Generator)

    1x Notizbuch

    1x Kugelschreiber

    1x Spiel: ABALONE (Gastgeschenk)


Miami - London - Hannover - Hildesheim: Wieder zurück in Deutschland

18.08.2023 - Tag 30 07:00 Ich kann nicht mehr schlafen. Film(e) gucken. 8:30 Frühstück im Flieger: Joghurt mit Müsli, Powerriegel, Kaffee mi...